Amateurfunk-Handfunkgeräte sind die leistungsstärkste Option für die Krisenvorsorge-Kommunikation. Mit Sendeleistungen von 5–8 Watt (statt 0,5 W bei PMR) erreichen sie Reichweiten von 10–50 km – besonders wenn lokale Repeater (Relaisstationen) verfügbar sind. Der Klassiker Baofeng UV-5R kostet weniger als 30 Euro. Mit einer Amateurfunklizenz (Klasse E reicht) kannst du diese Geräte legal mit voller Leistung betreiben.
Amateurfunk für die Krisenvorsorge: Lohnt sich die Lizenz?
Die Amateurfunklizenz Klasse E ist in Deutschland nach wenigen Wochen Lernen erreichbar. Sie erlaubt Betrieb auf VHF (144 MHz) und UHF (432 MHz) mit bis zu 750 W – weit mehr als nötig. Für die Krisenvorsorge sind 5–25 W ausreichend. Informiere dich bei unserem Ratgeber zum Thema oder beim DARC e.V. über die Lizenzierung.
Die 5 besten Amateurfunk-Handfunkgeräte 2026

1. Radioddity CB-500 – CB-Funkgerät ohne Lizenz (Budget)
Das Radioddity CB-500 ist ein CB-Funkgerät (Bürgerband, 27 MHz) für den Betrieb ohne Lizenz. Mit 4,8 ★ und über 485 Bewertungen ist es das am besten bewertete Modell. CB-Funk ist in Deutschland lizenzgebührenfrei und ermöglicht Kommunikation auf 80 Kanälen. Besonders bei Truckern und im Outdoor-Bereich verbreitet. Für den Einstieg in lizenzfreien Funk mit mehr Reichweite als PMR.
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2. Baofeng UV-5R / BF-F8HP – Klassiker für Einsteiger (Budget)
Das Baofeng UV-5R (Variante BF-F8HP, B085XS2VMR) ist das meistverkaufte Amateurfunk-Handfunkgerät weltweit. Dual-Band (VHF 144 MHz + UHF 432 MHz), 5–8 W Sendeleistung, riesige Community. Mit 4,5 ★ und über 455 Bewertungen ist es der ideale Einstieg. Achtung: Ohne Amateurfunklizenz darf es nur auf lizenzfreien Frequenzen genutzt werden (als Scanner oder auf 70-cm-PMR-kompatiblen Frequenzen).
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3. Retevis RT5R – Dual-Band Amateurfunkgerät (Mittelklasse)
Das Retevis RT5R ist ein zuverlässiges Dual-Band-Gerät mit 5 W Sendeleistung, 128 programmierbaren Kanälen und robustem Gehäuse. Mit 4,5 ★ und über 455 Bewertungen und hervorragender deutschsprachiger Support-Community bei Retevis. Etwas besser verarbeitet als viele Baofeng-Klone und mit intuitiverer Menüführung. Ideal für den ersten ernsthaften Einstieg in den Amateurfunk.
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4. Retevis RT95 – Mini-Mobilgerät Dual-Band (Mittelklasse)
Das Retevis RT95 ist ein kompaktes Dual-Band-Mobilgerät mit 25 W Sendeleistung – deutlich mehr als portable Handfunkgeräte. Mit 4,5 ★ und über 455 Bewertungen ideal für den Fahrzeugeinbau oder den Betrieb von zuhause. Die höhere Sendeleistung ermöglicht deutlich größere Reichweiten. Perfekt als stationäre Notfallkommunikation im Krisenfall.
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5. BAOFENG GT-5R Pro – Verbessertes UV-5R mit Bluetooth (Premium)
Das BAOFENG GT-5R Pro ist die modernste Evolution des UV-5R: Dual-Band, Bluetooth-Programmierung per App, verbesserte Empfangsleistung und Typ-C-Ladung. Mit 4,5 ★ und über 455 Bewertungen das beste Baofeng-Modell 2026. Die App-Programmierung macht das Einrichten von Frequenzen deutlich einfacher als bei älteren Modellen. Für Einsteiger mit Amateurfunklizenz die beste Wahl.
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Amateurfunk vs. PMR im Krisenfall: Welches System wählen?
Für den Soforteinstieg ohne Vorkenntnisse: PMR-Funkgeräte (lizenzfrei, einfach, sofort nutzbar). Mittelfristig: Amateurfunklizenz Klasse E erwerben und auf ein Dual-Band-Handfunkgerät umsteigen – mehr Reichweite, mehr Flexibilität, Zugang zu Repeatern. Die Kombination aus PMR-Set für die Familie und einem Amateurfunk-Gerät für den erfahrenen Nutzer ist optimal.
FAQ: Amateurfunk für die Krisenvorsorge
Wie bekomme ich eine Amateurfunklizenz in Deutschland?
Die Prüfung wird von der Bundesnetzagentur abgenommen. Klasse E (Einsteiger) umfasst Betriebstechnik und Vorschriften – ca. 200 Lernfragen. Vorbereitungszeit: 4–8 Wochen. Kosten: ca. 80 Euro Prüfungsgebühr. Onlinekurse und Lern-Apps sind verfügbar.
Darf ich ein Baofeng UV-5R ohne Lizenz benutzen?
Als Scanner (nur empfangen) ja. Zum Senden auf Amateurfunkfrequenzen nein – das ist ohne Lizenz illegal. Auf PMR-Kanälen (446 MHz) darfst du senden, wenn das Gerät CE-zertifiziert für PMR ist und die Leistung auf 500 mW begrenzt ist. Das UV-5R sendet auf PMR-Kanälen, ist aber nicht offiziell zertifiziert.
Welches Zubehör brauche ich für ein Handfunkgerät?
Empfohlen: Ersatzakku oder Batterieadapter (AA), Ohrhörer-Mikrofon für diskrete Nutzung, bessere Antenne (erhöht die Reichweite deutlich), Programmierkabel und -software (für Kanalverwaltung). Alles im Wert von ca. 30–50 Euro zusätzlich.
Wie versorge ich ein Handfunkgerät beim Blackout mit Strom?
Die meisten Handfunkgeräte laufen mit Li-Ion-Akkus (USB-C oder Micro-USB aufladbar). Lade über Powerstation oder Solarpanel. Alternativ: Batterieadapter (AA-Batterien) – diese sind überall erhältlich. Ein voll geladener Akku reicht für 8–16 Stunden normalen Betrieb.
Was ist ein Repeater und wie hilft er in der Krisenvorsorge?
Ein Repeater (Relaisstation) empfängt Signale auf einer Frequenz und sendet sie auf einer anderen verstärkt weiter – oft von erhöhten Standorten. Mit einem simplen Handfunkgerät kannst du so Reichweiten von 50–100 km erzielen. Viele Repeater sind im Notfall aktiv. DARC e.V. veröffentlicht Repeaterlisten für Deutschland.
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