Sehhilfen und Hörgeräte stehen in kaum einer Vorratsliste – dabei entscheiden sie darüber, ob jemand in einer unübersichtlichen Lage selbstständig zurechtkommt. Wer ohne Brille kaum lesen kann oder ohne Hörgerät Ansagen nicht versteht, ist in einer Krise erheblich schlechter dran als alle anderen.
Die Ersatzbrille ist die billigste Versicherung
Eine zweite Brille kostet in einfacher Ausführung wenig und ersetzt im Verlustfall den halben Alltag. Sie gehört nicht in dieselbe Tasche wie die erste, sondern an einen zweiten Ort – Auto, Notfallrucksack, Arbeitsplatz.
Die alte Brille vor der letzten Anpassung ist dafür oft gut genug. Sie wegzuwerfen ist der häufigste vermeidbare Fehler.
Lesebrillen für den Haushalt
Fertiglesebrillen aus dem Handel ersetzen keine angepasste Brille, überbrücken aber zuverlässig. Ein Set in mehreren Stärken im Haushalt hilft außerdem Gästen, Nachbarn und all jenen, die ihre eigene gerade nicht finden – in einer Sammelunterkunft ein erstaunlich häufiges Problem.
Kontaktlinsen brauchen mehr als Linsen
Ohne Pflegemittel und saubere Hände sind Kontaktlinsen in einer Lage mit knappem Wasser ein Infektionsrisiko. Wer Linsen trägt, sollte für den Ernstfall auf Brille umstellen können – und Pflegemittel trotzdem bevorraten, weil Linsen ohne sie unbrauchbar werden.
Linsen niemals mit Leitungswasser oder Speichel befeuchten. Das Risiko einer Hornhautinfektion ist real und die Behandlung aufwendig.
Hörgerätebatterien sind Verbrauchsmaterial
Eine Hörgerätebatterie hält je nach Typ wenige Tage bis zwei Wochen. Ein Vorrat für drei Monate ist klein, günstig und macht den Unterschied zwischen Teilhabe und Isolation. Batterien altern allerdings – auf das Haltbarkeitsdatum achten und rotieren.
Wer wiederaufladbare Geräte nutzt, braucht eine Lademöglichkeit ohne Netzstrom: Powerbank und passendes Kabel gehören dann zur Grundausstattung.
Die 5 besten Ressourcen und Werkzeuge für Seh- und Hörhilfen

1. Lesebrillen im Sechserpack
Mehrere Stärken im Haus decken verschiedene Personen ab und ersetzen die verlegte Brille. Als Überbrückung tauglich, als Ersatz für eine angepasste Sehhilfe nicht.

2. Kombilösung für weiche Kontaktlinsen
Ohne Pflegemittel sind Linsen nach einem Tag unbrauchbar. Eine Reserveflasche im Vorrat kostet wenig – Leitungswasser ist wegen des Infektionsrisikos keine Alternative.

3. Hörgerätebatterien Typ 312, Sechzigerpack
Sechzig Batterien decken je nach Nutzung mehrere Monate ab. Vor dem Kauf den eigenen Typ prüfen – 10, 13, 312 und 675 sind nicht austauschbar – und auf das Haltbarkeitsdatum achten.

4. Hartschalen-Brillenetui
Eine Ersatzbrille im Rucksack überlebt nur im festen Etui. Ein Hardcase aus Metall wiegt kaum mehr als eine Stofftasche und schützt gegen den Druck, unter dem im Rucksack alles steht.

5. Brillenputztücher im Fünfzigerpack
Wo Wasser knapp ist, sind Einwegtücher die einzige saubere Möglichkeit, Gläser zu reinigen. Ein Kleidungszipfel auf staubigem Glas verkratzt die Beschichtung dauerhaft.
Fazit
Ersatzbrille an einem zweiten Ort, Pflegemittel für Linsen, Batterievorrat für drei Monate. Das kostet zusammen wenig und entscheidet darüber, ob jemand in einer Krise selbstständig bleibt oder auf Hilfe angewiesen ist.

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