Hühner und Kaninchen sind in einer längeren Versorgungsstörung ein doppelter Faktor: Sie brauchen Futter, Wasser und Pflege – und sie liefern gleichzeitig Eier oder Fleisch. Wer sie hält, sollte den Vorrat für die Tiere genauso planen wie den für die Familie.
Futter ist das Erste, was ausgeht
Ein Huhn frisst etwa 120 Gramm Legemehl pro Tag. Zehn Tiere verbrauchen damit einen 25-Kilo-Sack in gut drei Wochen. Wer für zwei Monate planen will, braucht drei Säcke – und einen trockenen, mäusesicheren Lagerplatz.
Kaninchen brauchen vor allem Heu, und zwar in großen Mengen: Ein Tier frisst täglich etwa sein eigenes Körpervolumen. Heu lagert nur trocken und luftig; feucht gelagertes Heu schimmelt und wird gefährlich.
Wasser ist kritischer als Futter
Geflügel trinkt je nach Temperatur 200 bis 300 Milliliter am Tag. Ohne Wasser bricht die Legeleistung binnen eines Tages ein, und nach zwei Tagen wird es lebensbedrohlich.
Im Winter ist die eigentliche Herausforderung das Einfrieren. Ein Tränkenwärmer löst das, braucht aber Strom. Ohne Strom hilft nur, mehrmals täglich frisches Wasser zu bringen und die Tränke zwischendurch zu leeren.
Einstreu und Stallhygiene
Bei ausgefallener Entsorgung sammelt sich Mist. Ein trockener Stall mit ausreichend Einstreu bindet Feuchtigkeit und Ammoniak – beides sind die Faktoren, die Atemwegserkrankungen auslösen.
Hobelspäne sind saugfähiger als Stroh und lagern kompakter. Ein Vorrat für zwei Monate ist bei den üblichen Ballengrößen kein großes Volumen.
Rechtliches und Wärme
Geflügelhaltung ist beim Veterinäramt anzeigepflichtig, auch bei wenigen Tieren im Garten – unabhängig von jeder Krisenlage. Bei Ausbrüchen der Geflügelpest können Aufstallungspflichten angeordnet werden, auf die man vorbereitet sein sollte.
Küken brauchen in den ersten Wochen zuverlässige Wärme. Eine Wärmeplatte verbraucht deutlich weniger Strom als eine Rotlichtlampe und ist brandsicherer – das zählt in einer Lage mit knapper Energie doppelt.
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1. Legehennenvollmehl im 25-Kilo-Sack
Vollmehl deckt den Bedarf komplett ab, ohne dass zusätzlich gemischt werden muss. Ein Sack reicht für zehn Hühner rund drei Wochen – für einen echten Vorrat braucht es mehrere und einen mäusesicheren Behälter.

2. Geflügeltränke mit Tränkenwärmer
Im Winter ist Eis das Hauptproblem, nicht der Wassermangel. Ein Wärmeteller hält die Tränke offen – braucht allerdings Strom, weshalb er ohne Notstrom nur die halbe Lösung ist.

3. Wiesenheu, 4 Kilogramm
Heu ist bei Kaninchen und Meerschweinchen Grundfutter und Einstreu zugleich. Entscheidend ist trockene, luftige Lagerung – feuchtes Heu schimmelt und ist dann nicht mehr verfütterbar.

4. Hobelspäne als Einstreu, 675 Liter
Späne binden Feuchtigkeit und Ammoniak besser als Stroh und lagern gepresst platzsparend. Bei ausbleibender Mistentsorgung ist ausreichend Einstreu der wichtigste Hebel für die Stallhygiene.

5. Wärmeplatte für die Kükenaufzucht
Eine Wärmeplatte gibt Wärme von unten ab, verbraucht weniger Strom als eine Rotlichtlampe und ist brandsicherer. In einer Lage mit knapper Energie ist das der entscheidende Unterschied.
Fazit
Futter für zwei Monate, ausreichend Einstreu, eine Lösung gegen einfrierendes Wasser – und die Anzeige beim Veterinäramt, die ohnehin Pflicht ist. Wer Tiere hält, plant deren Vorrat zusammen mit dem eigenen.

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