Krisenvorsorge scheitert selten am Anschaffen und fast immer am Vergessen. Batterien altern, Medikamente laufen ab, Kinder wachsen aus der Wechselkleidung heraus, und der Feuerlöscher hängt seit acht Jahren ungeprüft an der Wand. Ein Jahresplan löst das mit vier Terminen.
Frühjahr: Technik und Sicherheit
Rauchmelder prüfen – Testknopf drücken, bei Zehn-Jahres-Geräten das Herstellungsjahr ablesen. Feuerlöscher auf Prüfplakette und Manometer kontrollieren; die Wartung ist alle zwei Jahre vorgesehen.
Powerbanks und Akkus laden, Solargeräte reinigen. Taschenlampen einschalten und die Batterien tauschen, die schwächeln.
Sommer: Wasser und Vorrat
Wasservorrat prüfen und wechseln. Trinkwasser in Kanistern sollte nach spätestens sechs Monaten ausgetauscht werden, in dunklen, kühlen Räumen auch später.
Vorräte durchgehen: Was läuft im nächsten halben Jahr ab, kommt nach vorn und in den Alltagsverbrauch. Nachgekauft wird, was fehlt – nicht mehr.
Herbst: Wärme und Haus
Vor der Heizperiode: Dachrinnen reinigen, Außenhähne entleeren, Dichtungen an Fenstern und Türen prüfen. Brennstoffvorrat auffüllen, Kaminfeger-Termin einhalten.
Winterausrüstung im Fahrzeug: Decke, Schaufel, Anfahrhilfe, Eiskratzer. Frostschutz im Scheibenwasser prüfen.
Winter: Dokumente und Pläne
Die ruhigste Zeit des Jahres eignet sich für die Papierarbeit: Dokumentenmappe durchsehen, abgelaufene Ausweise ersetzen, Versicherungssummen prüfen, Notfallkontakte aktualisieren.
Dazu die Übung, die am meisten bringt und am wenigsten kostet: Einen Abend lang den Strom abschalten und schauen, was fehlt. Diese eine Stunde ersetzt jede Checkliste.
Was ins Protokoll gehört
Ein Blatt an der Innenseite der Vorratsschranktür mit vier Zeilen und einem Datum daneben reicht. Wer es abhakt, sieht sofort, was überfällig ist – und niemand muss sich etwas merken.
Die 5 besten Ressourcen und Werkzeuge für den Jahresplan

1. Abwischbarer Jahresplaner für die Wand
Ein Jahresplaner macht die vier Termine sichtbar, statt sie in einer App zu verstecken, die niemand öffnet. Abwischbar heißt: Er wird jedes Jahr weiterbenutzt.

2. Feuerlöscher für Fett- und Feststoffbrände
Fettbrände sind der häufigste Brandtyp im Haushalt – und mit Wasser oder einem falschen Löscher lebensgefährlich. Ein Gerät mit Fettbrandzulassung gehört in die Küche, nicht in den Keller.

3. Rauchmelder mit Zehn-Jahres-Batterie
Die fest verbaute Langzeitbatterie erspart das jährliche Wechseln – geprüft wird trotzdem einmal im Jahr per Testknopf. Nach zehn Jahren wird das ganze Gerät getauscht, nicht die Batterie.

4. Hygrometer im Viererpack
Ein Vorratsraum mit hoher Luftfeuchtigkeit ruiniert Verpackungen und lässt Dosen rosten. Vier Messgeräte decken Keller, Vorratsschrank, Schlafzimmer und Bad ab – und zeigen, wo gelüftet werden muss.

5. Verbandschrank nach DIN 13157
Diese Ausstattung ist auf Betriebe zugeschnitten und für einen Privathaushalt großzügig bemessen. Für Werkstatt, Hofgemeinschaft oder größere Familien ist der feste Wandplatz mit genormtem Inhalt trotzdem die verlässlichste Lösung – im Ernstfall sucht niemand.
Fazit
Vier Termine im Jahr, ein Blatt an der Schranktür und einmal jährlich ein Abend ohne Strom. Das hält die Vorsorge aktuell, ohne dass sie zum Hobby wird.

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