Das beste Werkzeug ist das, was man dabeihat. Genau darin liegt der Wert eines Multitools: Es ersetzt keine Werkstatt, aber es ist in der Hosentasche, wenn die Werkstatt zwei Stockwerke tiefer und hinter einer verschlossenen Tür liegt.
Multitool oder Taschenmesser
Ein Multitool mit Zange ist ein Werkzeug mit Messer. Ein Taschenmesser ist ein Messer mit Werkzeugen. Der Unterschied klingt nach Wortspiel und entscheidet in der Praxis alles: Wer überwiegend schneidet, schnitzt und öffnet, ist mit einem guten Taschenmesser besser bedient. Wer Schrauben dreht, Draht kneift und Muttern hält, braucht die Zange.
Für die Krisenvorsorge spricht mehr für das Multitool mit Zange – schneiden kann es auch, wenn auch weniger komfortabel.
Worauf es bei der Zange ankommt
Die Zange ist das Teil, das am meisten belastet wird. Ein sauberes Gelenk ohne Spiel, gehärtete Schneiden für Draht und Backen, die auch bei Last nicht auseinandergehen, unterscheiden ein brauchbares Werkzeug von einem, das beim ersten festsitzenden Draht nachgibt.
Ein Blick auf die Verriegelung lohnt: Werkzeuge, die unter Last einklappen, sind gefährlich. Verriegelbare Klingen und Bits sind bei ernsthafter Nutzung kein Luxus.
Bits schlagen fest verbaute Schraubendreher
Fest eingebaute Schraubendreher an Multitools passen meistens nicht. Modelle mit Bit-Aufnahme decken mit fünf Bits mehr ab als jedes integrierte Set – und lassen sich ergänzen, wenn man merkt, welche Größe fehlt.
Größe, Gewicht, Trageform
Ein Multitool von 250 Gramm am Gürtel wird getragen. Eines von 400 Gramm landet in der Schublade. Wer es tatsächlich dabeihaben will, sollte eher zum kleineren Modell greifen und die schweren Aufgaben dem richtigen Werkzeug überlassen. Für den Notfallrucksack gilt das Gegenteil: Dort darf es größer sein, weil das Gewicht ohnehin verteilt ist.
Rechtliches
Für Messer mit einhändig bedienbarer, feststellbarer Klinge gilt in Deutschland ein Führungsverbot in der Öffentlichkeit. Zweihändig zu öffnende Klingen ohne Feststellung sind davon nicht betroffen. Wer das Werkzeug täglich mitführen will, sollte die Bauform danach auswählen – für den Einsatz zu Hause, im Garten oder auf dem eigenen Grundstück spielt die Unterscheidung keine Rolle.
Die 5 besten Ressourcen und Werkzeuge für die Hosentasche

1. Faltbares Multitool aus Edelstahl
Die Zange als Hauptwerkzeug, dazu Klinge, Säge, Feile und Schraubendreher im Griff – das ist die klassische Bauform, die den größten Teil kleiner Reparaturen abdeckt. Edelstahl verzeiht Feuchtigkeit, was bei einem Werkzeug in der Jackentasche zählt.

2. Victorinox Huntsman mit 15 Funktionen
Der Huntsman ist seit Jahrzehnten praktisch unverändert, weil die Zusammenstellung stimmt: zwei Klingen, Säge, Schere, Dosen- und Flaschenöffner. Die Klingen sind zweihändig zu öffnen und nicht feststellbar – rechtlich die unkomplizierteste Bauform.

3. Multitool im Kreditkartenformat
Eine flache Werkzeugkarte passt ins Portemonnaie und ist damit auch dann dabei, wenn man das eigentliche Multitool zu Hause vergessen hat. Sie ersetzt es nicht, deckt aber Schraubendreher, Öffner und Schlüsselweiten im Notfall ab.

4. Tatonka Gürteltasche für Multitools
Werkzeug, das getragen wird, ist Werkzeug, das hilft. Eine feste Gürteltasche entscheidet darüber, ob das Multitool mitkommt oder in der Schublade bleibt – und schützt nebenbei die Hosentasche vor scharfen Kanten.

5. Einhandmesser mit Feststellung
Eine feststellbare Klinge, die sich mit einer Hand öffnen lässt, ist beim Arbeiten deutlich sicherer als eine, die nachgeben kann. Wichtig: Genau diese Bauform darf in Deutschland nicht in der Öffentlichkeit geführt werden – sie gehört in die Werkzeugkiste oder in den verschlossenen Transportbehälter, nicht in die Jackentasche.
Fazit
Ein Multitool mit belastbarer Zange, verriegelten Werkzeugen und Bit-Aufnahme deckt den größten Teil der kleinen Reparaturen ab. Wichtiger als jede Ausstattungsliste ist, dass es leicht genug ist, um wirklich mitgenommen zu werden.

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